Dienstag, 27. August 2013

Verfahrens-automation Justiz ?

Die Verfahrensautomation Justiz (VJ) unterstützt sämtliche Gerichte und Staatsanwaltschaften bei der Registerführung von mehr als 50 verschiedenen Verfahren. Teil von Verfahren (z.B. Mahnverfahren) werden vollkommen automatisch abgewickelt, gerichtliche Erledigungen werden automatisch erstellt und über eine zentrale Poststraße abgefertigt. Eingaben und Erledigungen werden über den elektronischen Rechtsverkehr (ERV) übermittelt und Gerichtsgebühren bargeldlos eingezogen.



Vorteile und Nutzen 

  • Eine einheitliche zentrale Anwendung für nahezu alle Verfahren in der Justiz 
  • Bundesweiter Online-Zugriff (auch vom normalen User?) auf sämtliche Daten und Verzeichnisse aller Gerichts-Verfahren 
  • Wahlweise zentraler oder lokaler Druck sämtlicher Erledigungen über eine integrierte Textverarbeitung (auch medizinische, psychiatrische, familienpsychologische Gutachten?)
  • Überwiegend elektronische Einbringung von Mahnklagen  (>95%) und Exekutionsanträge (>70%) 
  • Elektronischer ZUGRIFF berechtigter Dritter (z.B. Rechtsanwälte - auch auf Fremdverfahren?) auf FALLDATEN, Geschäftsbehelfe und Verzeichnisse der VJ 


Leistungen
  • Der Betrieb der VJ erfolgt ausfallgesichert in BRZ und PRZ. 
  • Die Weiterentwicklung der VJ erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Anwendern sowie den juristischen Fachexperten im BRZ. 
  • Jährlich werden ca. 8,7 Mio. Dokumente über die zentrale Poststraße abgefertigt und zusätzlich 5,7 Mio. Dokumente elektronisch zugestellt. 


Projektdaten
  • 189 Dienststellen mit 7.500 Anwendern 
  • 10.000 Teilnehmer im ERV 
  • 3,5 Mio. Eingaben pro Jahr 
  • 3 Mio. neue Fälle pro Jahr 
  • 170 Mio. Eur bargeldloser Gebühreneinzug pro Jahr 
  • 100 % Java-Applikation mit zentraler Datenspeicherung in DB2/OS390
Siehe dazu auch www.justiz.gv.at 

Kommentar: Im sogenannten VJ-Register ist auch die Anzahl der Sachwalterschaften pro Rechtsanwaltskanzlei gespeichert!