Sonntag, 1. Januar 2012

Justizjahr 2011 - Was bleibt übrig? Teil 2

Im Fall Natascha Kampusch hat mich persönlich sehr der pensionierte Höchstrichter Dr. Johann Reszut beeindruckt. Er hat in einem Presse-Interview gemeint, dass er weitere Aufklärungen seinem Kollegen, dem erschossenen Polizisten Kröll (Leiter der Kampusch-Kommission), schuldig sei. Es gibt wirklich noch Menschen mit Charakter, auch in Österreich. Ich wünsche dem lieben Höchstrichter alles Gute. Möge er auch dieses kommende Jahr gut überstehen.

Ich persönlich möchte die Wahrheit in diesem Fall Kampusch gar nicht wissen. Das ist mir ein Stück zu grausam. Dazu bin ich ungeeignet. In diesem Fall ist mir die Wahrheit nicht zumutbar.

Im Falle der verschwundenen AMS-Millionen (Buchhaltungsagentur des Bundes, hat nichts mit Finanzministerium zu tun) habe ich ja behauptet, dass es kein Gerichtsverfahren mehr geben wird, weil die Angeklagten Freunde in Regierungskreisen haben.

Jetzt meldet die Zeitung "Standard", dass es doch noch zu einem kleinen Prozess am 17. Januar 2012 im Landesgericht für Strafsachen kommen wird.

MEINE PROGNOSE: Es wird zu einem Freispruch kommen oder zu einer kleinen bedingten Haftstrafe. Die vielen AMS-Millionen werden wir nie wieder sehen. Dafür dürfen wir woanders SPAREN, SPAREN und nochmals SPAREN, während unser fescher Herr Ex-Finanzminister Grasser mit Diplomatenpass seine Millionen oder vielmehr unsere Millionen, die er so frei war, sich zu nehmen, ungestört weiter ins Ausland transferiert.

Unsere "Justiz" ist für die Fisch, man könnte das Geld für die Richter und Staatsanwälte genauso gut in die Donau haun, wie man auf Österreichisch sagt. Aber das weiß ich schon seit 1998, als ich einen Beschluss im Außerstreitverfahren erhielt, wo im Punkt 1 exakt das Gegenteil von dem stand, was in Punkt 4 zu lesen war.

Gezeichnet: Republik Österreich - vertreten durch einen ehrenwerten Richter.
Seitdem weiß ich, was ein Justiz-Beschluss in Österreich wert ist.