Mittwoch, 23. November 2011

Buchhaltungsagentur - ein weiterer Pfurz zur Lage der österreichischen "Justiz"

Am 2. Februar 2009 berichtete PROFIL ausführlich über den Skandal in der österreichischen Buchhaltungsagentur, welche eine 100%ige Tochterfirma der Republik Österreich ist. Eigentümervertreter: Bundesminister für Finanzen.

Ein Buchhalter - zuständig für die ordnungsgemäße Abwicklung von Zahlungen rund um das Arbeitsmarktservice - hatte seit 2005 für das Kursinstitut VENETIA Schuldscheine der Republik Österreich in Millionenhöhe gefälscht.

Der Buchhalter und der Venetia-Chef sind Ende Januar 2009 in die U-Haft gewandert.
Zwei oder drei Mal hat PROFIL dann noch über diesen Skandal berichtet.
Bereits im Herbst 2009 waren der Buchhalter W., der auch Mitglied im Aufsichtsrat einer großen Wohnbaugenossenschaft war, sowie der Leiter von VENETIA (AMS-Kursinstitut) wieder auf freiem Fuße - oder vielleicht sogar schon im Frühling des Jahres 2009.

Niemand berichtet mehr über diesen Skandal - niemand erhebt Anklage. Dafür hat man harmlose TierschützerInnen als Terroristen angeklagt.

Daher wird in diesem Blog der juristische Teil dieses Skandals rund um die verschwundenen 60 AMS-Millionen ein zu bearbeitender sein.

Es gibt ja genug Personen, die Insider-Wissen rund um die SAP-Systeme im Bundesrechenzentrum haben, wo diese Betrügereien täglich und wöchentlich durchgeführt wurden.

Leider hat man im Rechnungshof kaum Wissen über diese komplizierten Datenmigrationen und Verbuchungen auf SAP-Systemen und SAP-Mandanten, so dass weder der Nationalrat noch der Rechnungshof und schon gar nicht die Gerichtshöfe diese Betrügereien nachweisen oder überprüfen könnten.