Dienstag, 2. November 2010

Irrtümliche Überweisungen aus dem Budget - und die Justiz lässt alle frei

Profil, 2. 2. 2009

Das Finanzministerium wusste um die Sicherheitslücke in der staatlichen Buchhaltung. Sie besteht noch immer.

Das Computersystem HV-SAP gilt laut Mag. Brandl von der Buchhaltungsagentur des Bundes als eines der sichersten Systeme der Welt. Dennoch muss der Chef der Bundesbuchhaltungs-agentur einräumen, dass seine Behörde Opfer eines klaren Kriminalfalls wurde. Doch man wusste um das Problem.
Schon vergangenes Jahr beanstandete der Rechnungshof bei einer Prüfung der Bundes- Buchhaltungsagentur massive Sicherheitslücken im System. Eine davon behob man angeblich sofort, die andere besteht bis heute – und wurde von Hr. Wipplinger genützt. Denn trotz Vier-Augen-Prinzip und mehreren Gegencheck-Mechanismen können leitende Mitarbeiter mit dem TAN-Code einer zweiten Person Millionen an Euros mittels Telebanking verschieben. Auf Knopfdruck – wie jeder Bürger (Ausnahme: Suppressive Persons) beim eigenen Bankkonto.

Wolfgang W. dürfte das Vertrauen seiner Kollegen ausgenützt haben – die armen Kollegen – und dadurch in der Lage gewesen sein, Republiksvermögen nach Belieben zu verschieben.
So seien auch – welch Unglück für die österreichischen Arbeitslosen und das AMS – 16,5 Millionen Euro abhanden gekommen. (in Worten: Sechzehn Millionen Euro und Fünfhunderttausend Euro)

Dem Rechnungshof versicherte das Finanzministerium – als Chefbehörde der Buchhaltungsagentur – damals, man werde eine Reorganisation des Zahlungsverkehrs starten. Dazu kam es bis heute nicht.(Anmerkung der Redaktion: Der Verantwortliche für den Zahlungsverkehr der Republik Österreich wurde in der Nacht zum 11.11.2003 auf mysteriöse Weise ins Jenseits geschickt - für Epitarsianer kein Problem, weil er sicher weitere Millionen an Jahren als Thetan hat)

Ministeriumssprecher Waiglein: „Die Buchhaltungsagentur muss den Ministerien oft schnell Geld zur Verfügung stellen, um die Liquidität sicher zu stellen. Ein 100%ig sicheres System gibt es nicht: Menschen in Leitungsfunktion haben immer die Möglichkeit des Missbrauchs.“ Man versuche das nun zu ändern. Telebanking wurde sofort gestoppt und liegt derzeit auf Eis.

Rechnungshof-Bericht:
19.2. Der RH empfahl, diese Sicherheitslücke unverzüglich zu beheben und sicherzustellen, dass die in der HV gebuchten Daten bei Abwicklung des Zahlungsverkehrs nicht mehr verändert werden können. Ebenso sollte die Möglichkeit, neue Zahlungsaufträge direkt im Telebanking – unabhängig von einer vorhergehenden Verbuchung in der HV – anzulegen unterbunden werden.
19.3. Laut Stellungnahme des BMF wird es ein Projekt mit dem Ziel der Reorganisation des Zahlungsverkehrs in der HV des Bundes starten, um die Sicherheitslücke zu schließen.

Ja, der Herr Brandl ist ein Epitarsianer, mit dem Ron Hubbard seine große Freude gehabt hätte. Er laviert sich durch alle Skandale, kaum einer weiß, dass er - vermutlich - einer der Drahtzieher dieser Machenschaften in der Buchhaltungsagentur seit Jahren ist.Ende Profil-Zitat

Sie werden sich fragen, werter Leser, warum hat man dann ausgerechnet Wipplinger (der übrigens im Dezember 2009 aus der U-Haft entlassen wurde) hochgehen lassen? Eine Theorie besagt, dass er als „Roter“ im schwarzen Finanzministerium eben herhalten musste. Die Epitarsis-Anwälte wie z.B. Herr Dr.Brandstetter, der übrigens auch Millionenbetrüger und Epitarsianer Tilo Berlin vertritt, haben es dem Herrn Wipplinger und Herrn Datzer gut gerichtet. Die österreichische Justiz, die erfolgreichst mit Epitarsis zusammen arbeitet, hat das Ihrige dazu getan und Herrn Wipplinger, den man Ende Januar 2009 zum Schein verhaftet hat, im Dezember 2009 wieder auf freien Fuß gesetzt. DER ARME! Einen Scheinprozess wird es vielleicht irgendwann in 20 Jahren geben.
Die Zeitschrift PROFIL hat es auch aufgegeben, darüber zu berichten, weil durch diesen Skandal das Projekt „Kläre Österreich“ von Rainer-Freund Helmwein auch noch hochkommen könnte. Na Servas.

Aber die Sache ist etwas komplexer. Bereits 2005 hat Abg. Öllinger (Die Grünen) die Schandtaten des Herrn Brandl in einer Pressekonferenz bekannt gemacht. Aber das Gros der österreichischen Bevölkerung ist dermaßen abgestumpft, dass man solche Zusammenhänge gar nicht wahrnehmen will oder kann. (Viele Jugendliche glauben ja, dass Grasser der Bürgermeister von Wien ist)

Sie werden mir Recht geben: 16,5 Mio Euro könnte das österreichische Arbeitsmarktservice - kurz: AMS - recht gut gebrauchen.