Montag, 4. Oktober 2010

Hebr 3, 13: Gedenkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und derer, die mißhandelt werden, als solche, die selbst auch noch im Leib leben.

Gestern Sonntag war in der Zeitung "Österreich" ein Interview mit Dr. Elsner - direkt aus dem Gefängnis. Ja, da könnte er einem schon fast leid tun. Andererseits muss man auch an die vielen Menschen denken, die Herr Dr. Elsner im Laufe seines Lebens geschädigt hat. Da ist z.B. seine 1. Frau, die sich fast zu Tode gekränkt hat, als er sie verlassen hat und die junge Ruth geheiratet hat.
Da ist aber auch ein gewisser Herr Rohrmoser, der die Atomic-Skifabrik gegründet hat, und den Elsner gnadenlos in einen demütigenden Konkurs geschickt hat. Da habe ich als Ex-Skifahrerin natürlich immense Solidaritätsgefühle. In meiner Zeit im Gymnasium bin ich auf alle Skikurse mit Atomic-Skis gefahren und auch mein Idol - Annemarie Moser-Pröll - fuhr Atomic-Skis.

Und da sind dann noch jene Angestellten und ehemaligen Untergebenen des Herrn Dr. Elsner, die er angeblich bis aufs Blut gequält und gedemütigt hat. Das sind gestandene Männer in hohen Positionen aus Elsners Büro weinend heraus gekommen. Das erzählt man sich jedenfalls in Wien.

Andererseits haben andere Top-Manager ähnliche Schandtaten vollbracht. So fährt z.B. Herr Ober-Steuer-Hinterzieher Meischberger nach wie vor mit seinem Jaguar durch Wien. Er hat selbstverständlich seine Freunde und Freundinnen in der Epitarsis-Justiz in Wien.

Dieser Justiz-Skandal ist ja nichts Neues. Man denke nur an den 6-fachen Mörder und Versicherungsbetrüger Udo Proksch ("Schifferlversenker") der von seinen Ministerfreunden "Poldl" Gratz und "Charly" Blecha bis zum Schluss gedeckt wurde. Da gab es WEISUNGEN (sic) des damaligen Innenministers Blecha, alle Unterlagen, die Udo Proksch des Mordes überführen, einfach verschwinden zu lassen.

Auch vor der Herausgabe des Buches "Der Fall Lucona" wurde alles vonseiten des österreichischen Justiz- und Innenministeriums versucht, dieses Buch nicht an die österreichischen Buchhandlungen ausliefern zu lassen.

Der ehrenwerte Sicherheitsdirektor von Niederösterreich, Hofrat Emil Schüller, war der ERSTE, der die Ermittlungen im Fall Lucona nicht behindert hat.

Derzeit schaut es in Österreichs Polit- und Justizlandschaft so aus, dass der ehemalige Bundeskanzler emsig darüber nachdenkt, wie er sich aus der Schlinge ziehen kann und seinen Finanzminister, der Österreichs bester Finanzminister aller Zeiten war, weiterhin decken kann. Man könnte ihn ja auch irgendwie offiziell sterben lassen und eine andere Identität annehmen lassen. Das wäre in Österreich auch eine Möglichkeit. So kann er dann mit Fiona und allen Aufsichtsräten der deutschen Atomkraftwerke ein schönes Leben auf den Malediven oder in Thailand verbringen.

Auch Paraguay käme in Frage. Da ist sicher noch ein Platz frei in der Hacienda von Gerald Mikscha. Österreich hat ja kein Auslieferungsabkommen mit Paraguay. Der einzige Nachteil betreff Paraguay ist, dass dieses Land nicht am Meer liegt.

Mit Brasilien hat es schon einmal Herr Rosenstingl versucht. Dort hat dieser ehemalige FPÖ-Abgeordnete einen Teil der FPÖ-Finanzen in Brasiliens aufstrebende Wirtschaft investiert.

Ja, ja. Aus Österreich ist ein korrupter - man könnte man fast sagen - "Schurkenstaat" geworden. Wer ehrlich und anständig ist, geht heute nicht mehr in die Politik.