Dienstag, 5. Oktober 2010

Eine "INTELLIGENZ-RUINE" als Justizministerin?

Also das gibt es wirklich nur in Österreich: Dass nämlich berühmte Häftlinge und Untersuchungshäftlinge aus dem Gefängnis heraus die österreichischen Politiker und Minister bewerten und "abkanzeln".

Man erinnere sich an Udo Proksch, der in den 1990er Jahren die österreichische Innenpolitik von seiner Einzelzelle im Gefängnis Graz-Karlau kommentierte.

Als ich gestern - eingehüllt in meine Burka (Motto: Sicheres Wien - Auch für Unterdrückerische Personen) in der U-Bahn Nr. 6 (die braune) die Gratis-Zeitung Österreich las, musste ich mich vor Lachen winden.

Auch Herr Dr. Elsner - ein ehemaliger hochgestellter Bankdirektor - beurteilt und bewertet die österreichische Justizministerin, die leider vorher als Richterin ihn in das Gefängnis brachte und dafür das Ministeramt erhielt, vom Gefängnis aus.
Das klingt dann so im Originalton: "Die Bandion-Ortner hat den angenommenen Schaden (der Karibikgeschäfte der Bawag-Bank) und die hierfür in der Bank angesammelten Gewinne und Auflösung von stillen Reserven aus den Gewinnen nicht abgezogen, sondern dazu gezählt. Sie kann die Grundrechnungsarten nicht....Ich habe mich immer gefragt, was der ÖVP eingefallen ist, sich eine derartige Intelligenzruine ins Kabinett zu holen." (Ende des Zitats)

Ruinen haben wir ja in Österreich genug - Burgen, Schlösser aus dem Mittelalter, Bauten aus der Kaiserzeit, die man nicht mehr renovieren wollte. Jetzt gibt es aber auch im Justizministerium eine Ruine, eben eine Intelligenzruine.

Ja, das ist schon fatal, wenn eine Richterin nicht rechnen kann. Vor allem dann ist es fatal, wenn es sich um eine irrtümlich errechnete Gesamtschadenssumme von 3,4 Milliarden handelt. Ob das Euro oder Schilling oder Yen sind, weiß inzwischen keiner mehr in Österreich. Herr Flöttl, dem gute Verbindungen zu "Sculls and Bones" nachgesagt werden, urlaubt zwischen London, Bahamas, Bermudas etc....Da wird schon ab und zu auch einmal der ehrenwerte Herr Staatsanwalt Krakow auftauchen. Auch die Ministerin schafft es dorthin zu fliegen, ihre Sekretärin bucht den Flug. So muss sie mit ihrer Legasthenie nicht herumkämpfen bei den Reisebuchungen.

Diese Vorkommnisse im Justizministerium erinnern stark an die 60 AMS-Millionen, die ja in der Buchhaltungsagentur in Wien "irrtümlich" auf irgendwelche Konten in Clear Water überwiesen wurden.
Ach - immer diese irrtümlichen Überweisungen und Fehlbuchungen. Dieses verflixte SAP-System, diese verfluchte Software hat so ihre Tücken. Da kann die eine oder andere Fehlüberweisung schon passieren.

Um solche "Rechenfehler" in den Bundesministerien in Zukunft zu verhindern, könnte man ja die Beamten im Justiz- und Finanzministerium auch den Volksschul-Abschluss nachholen lassen. Auf den PSK-Konten des Arbeitsmarktservice Österreich wird wohl dafür noch der eine oder andere Euro übrig sein.
Wir können nur hoffen, dass nicht alles bereits auf Epitarsis-Konten nach Clear Water und L.A. überwiesen wurde.

Abschließend möchten wir feststellen, dass wir Ruinen lieber an der Donau oder am Semmering haben als im Justizministerium. Die Frage ist nur, ob der kranke Herr Dr. Elsner diesen Wechsel im Justizministerium noch erlebt.